Online-Banking ohne Smartphone


Die Luft für Leute die kein Smartphone haben wollen, wird dünner. In diesem Artikel zeige ich wie man in Österreich bei einigen Banken nach wie vor ohne Wisch-Telefon Überweisungen übers Internet durchführen kann. In der BRD, wo die gleichen EU Verordnungen umgesetzt werden müssen, gibt es eine ähnliche Möglichkeit.

Grüße von George Orwell

Seit 1. September gibt es für Wertkartenhandys in Österreich eine Registrierungspflicht, in der BRD gibt es diese schon länger. Somit ist es nicht mehr möglich wie bisher einfach eine SIM Karte zu kaufen, bar zu bezahlen und somit anonym zu telefonieren. Wieder ist ein Schritt in Richtung Totalüberwachung passiert. Das Argument, man würde damit Kriminalitätsprävention betreiben, ist für jeden einigermaßen des Denkens mächtigen Menschen reiner Hohn. Apropos Hohn. Schon seit vielen Jahren warnen uns mutige Leute vor den heutigen und uns noch bevorstehenden Zuständen. Als Dank werden sie als Aluhut tragende „Verschwörungstheoretiker“ bezeichnet.

Doch bevor ich mich hier zu sehr in Rage schreibe, kommen wir zurück zum eigentlichen Thema dieses Beitrages, der Verfahrensänderung bei Online Überweisungen. Diese Änderung geht auf die EU Richtlinie 2015/2366 zurück und muss nun in nationales „Recht“ umgewandelt werden.

Online Banking ohne „Push TAN“

Die neue Standard Methode zum Freigeben („Zeichnen“) von Überweisungen ist die sogenannte „Push TAN“. Für diese braucht man ein Wisch-Telefon und eine App welche von der Bank bereitgestellt wird. Wer sowieso schon ein Smartphone und eine Banken-App benutzt, wird von der veränderten Situation wahrscheinlich gar nichts mitbekommen.

Die Alternative heißt „Card TAN“ bzw. „Chip TAN“

Gewisse Banken bieten zum Glück eine Alternative an. In Österreich nennt sich das Verfahren „Card TAN“, in Deutschland „Chip TAN“.

Man muss bei seiner Bank anrufen um das „Card TAN Verfahren“ freischalten zu lassen und um einen Card TAN Generator anzufordern. Der Generator wird einem dann gegen eine Gebühr zugeschickt. Bei der Hello Bank betrug die Gebühr 11,90€.

Bei einer Überweisung muss man seine Bankomatkarte in dieses Kästchen einführen und seine Geheimnummer (nicht die der Bankomatkarte, sondern eine andere) eingeben. Dann kann man mit dem Gerät einen Strichcode der vor Abschluss der Überweisung am Computerbildschirm angezeigt wird, scannen. Das Gerät erzeugt dann einen Code, mit welchem man letztendlich die Überweisung bestätigen kann. Dieser erzeugte Bestätigungscode entspricht dem was man bisher einfach per SMS („SMS TAN“) zugeschickt bekam, bzw von einer gedruckten TAN Liste ablas. Der Generator ist ein Batterie betriebenes Gerät und braucht keine Internetverbindung.

Schritt für Schritt Anleitung

Das folgende Video des YouTube Kanals „Computer:Club2“ bietet eine gute Schritt für Schritt Anleitung:

Fazit

Es wird umständlicher ohne Smartphone übers Internet Bankgeschäfte zu machen. Man hat nun ein zusätzliches Gerät herumliegen und muss dieses, wenn man verreist und eine Überweisung machen will, auch mitnehmen. Trotzdem gebe ich einem normalem Mobiltelefon den Vorzug, vor einem Wisch-Telefon. Ob die neue Methode so viel sicherer ist und ob die bisherigen SMS TANs wirklich so ein großes Sicherheitsrisiko waren, wage ich zu bezweifeln. Vermutlich geht es um Überwachung.

Dewim

Ein einfaches, auf das wichtigste reduziertes Leben ist schöner! Davon ist der Autor überzeugt. Mit den Beiträgen auf seiner Internetseite Dewim.de will er Anregungen zu mehr Schlichtheit geben.

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