Dinge sind Zeitdiebe

Jeder Gegenstand den man besitzt, nimmt einem ein wenig seiner ohnehin sehr beschränkten Zeit.

Mit der Zeit die bei der Anschaffung und der Benutzung draufgeht ist es noch nicht getan. Beim Zusammenräumen ist er einem im Weg und verlängert die ganze Prozedur. Wer öfter einmal umzieht, muss ihn beim Siedeln mitschleppen. Viele Gegenstände verlangen auch ein Mindestmaß an Pflege und Instandhaltung oder sind laufend kaputt und müssen dann repariert werden. Auch die Entsorgung kostet Zeit und manchmal auch Geld.

Was man gerne vergisst ist, wie lange man Arbeiten muss, also wie viel Zeit man hergeben muss, um das Geld zu verdienen um sich das Ding dann nach Abzug von Steuern und Sozialversicherung kaufen zu können.

Der Wiederverkaufswert ist bei den meisten Gegenständen gering. Richtiger wäre es vom „Wiederverkaufspreis“ zu reden. Denn nur weil etwas gebraucht ist, wird es nicht automatisch weniger wert. Allerdings wird es automatisch billiger. Autos sind das wohl bekannteste Extrembeispiel.

Dinge zu horten und aufzubewahren liegt uns im Blut. Wir Nordmenschen mussten immer Vorräte anlegen sonst hätten wir die kalten Winter schlicht nicht überlebt. Ich selbst rate zur Krisenvorsorge und dazu dass man sich nicht auf irgendwelche staatlichen Hilfen verlassen sollte. Man sollte aber aufpassen, dass der innere Drang zur Vorratshaltung nicht, am Verstand vorbei, dazu führt, dass man unnützes Zeug anzuhäuft.

Die allermeisten Dinge können ersetzt werden und nur die wenigsten Dinge sind in einer Krise wirklich nützlich. Frohes Ausmisten!

Dewim

Ein einfaches, auf das wichtigste reduziertes Leben ist schöner! Davon ist der Autor überzeugt. Mit den Beiträgen auf seiner Internetseite Dewim.de will er Anregungen zu mehr Schlichtheit geben.

Recent Content