Zum Beginn der Fastenzeit

Mit dem Aschermittwoch beginnt bekanntlich die 40-tägige Fastenzeit. Auch Nicht-Katholiken können diese Zeit nutzen um auf etwas zu verzichten, schlechte Angewohnheiten abzulegen und die Ausrichtung des eigenen Lebens nachzuschärfen.

Übrigens dürfte diese jährlich wiederkehrende Zeitspanne, wie sovieles, von unseren heidnischen Vorfahren übernommen und christlich umgedeutet worden sein. Ursrprünglich handelte es sich wohl um eine Bezugnahme auf die 40 Schwangerschaftswochen von Zeugung bis Geburt.

Die Jahre vergehen, die Zeit verrinnt und man merkt es kaum, bis man verwundert feststellt, dass man alt geworden ist und bald sterben wird. Unzählige Male habe ich von alten Menschen Aussprüche der Verwunderung (und oft auch des Entsetztens) über dieses Phänomen gehört. Ich halte es für ratsam sich selbst immer wieder daran zu erinnern, dass die Lebenszeit begrenzt ist. Die Fastenzeit kann man dafür nutzen Zeiträuber aus seinem Leben zu entfernen. Nachrichtenkonsum, Fernsehen, Einkaufen, das ewige Herumsurfen im Internet… alles verdient hinterfragt zu werden.

In diesem Sinne gehen an Sie, geschätzter Leser, meine besten Wünsche zum Beginn dieser Fastenzeit! Zum Abschluss noch eine Hörempfehlung. Es handelt sich um das Werk „Von der Kürze des Lebens“ des berühmten römischen Stoikers Seneca.